Donnerstag

Rusted Love...oder immer diese jungen Dinger...


„Was willst du denn mit diesen jungen Dingern“, werde ich gefragt.
Hallo- was soll ich schon von den wollen?
Tzz, also es ist ja nicht so, dass ich nach ihnen Ausschau halte, aber wenn sie dann mal da sind…warum sollte man da nicht mal hin und wieder zugreifen?

Ob in der Bahn, an der Kreuzung, im Supermarkt, im Konzert- na und im Netz sowieso- überall wird gegeiert. Alt nach Jung  oder vielleicht Jung nach Alt?
Sind die Geier, diese hungrigen Mäuler, vielleicht nicht auch manchmal die Jüngeren?
Wer sucht oder fängt wen ein?
Was ist dran an diesem sich jünger fühlen wollen oder dem sich nach Reife und Erfahrung sehnend suchendem Gegenpart?
Wer stützt oder nutzt wem- und vor allem, wie lange geht das gut?
Was ist, wenn plötzlich Nightlife im Club mit einem Geigenkonzert oder einem ruhigen Abendessen zuhause kollidiert? Natürlich sind es nicht immer die Jüngeren, die ausgehen wollen oder die Älteren, die auf ruhige Kugel machen, aber gibt es nicht irgendwann einen Punkt an dem der Altersunterschied bemerkbar wird?
Erst kürzlich hatte ich die Idee zwei Menschen miteinander bekannt machen zu wollen, die mit Sicherheit-zumindest optisch und charakterlich zusammen passen könnten. Mir wurde jedoch entschieden mit einem Gegenargument geantwortet.“Was ist dann in 10 oder 15 Jahren- dann ist einer von uns wirklich alt!“. Oh, das hat gesessen! In 15 Jahren kann sicher viel passieren- und ja, vielleicht ist dann einer von beiden viel zu früh am Ende seines Lebens zu lange allein.
Warum aber tun sich die Single-Menschen in meinem Umfeld scheinbar schwer gleichaltrige kennenzulernen oder gar finden zu können?
Besonders schlimm wird es, wenn einer von beiden noch kein Kind auf die Welt gebracht hat und ein leiser, aber unaufhörlich immer lauter werdender Wunsch nach einem solchen in den Lüften hämmert.

Nein, ich greife übrigens sehr selten zu- ich traue mich nämlich nicht. Ab und zu stehen sie aber plötzlich vor mir, diese „jungen Dinger“, wollen in mein etwas als ihr länger gelebtes Leben huschen.

Ich glaube trotzdem an sie, die Liebe zwischen den Altersgrenzen!

Dienstag

Der Glaube an das Gute...oder verflixt nochmal

Verflixt nochmal, wenn es holpert und stolpert, das Leben macht was es will.
"Aber wenn Du willst..." meint der Getränkeriese in seinem Spot, dann bin ich zwar kein Fußballstar, aber dann will ich trotzdem. 
Ich will glauben, nein, ich tue es!
Je mehr ich daran denke, desto schöner wird er... der Tag.

Mein Mantra, statt Yoga!



Donnerstag

Die Nacht, sie steht Dir gut!


Das Herz schlägt schneller, vor Freude, voll kindlich guter Laune und Begeisterung.
Laue Sommerabende, die sich in lange Nächte wandeln, den kommenden Tag vergessen lassen.
Die Stadt strahlt um die Wette mit kleinen und großen Gartenlichtern, altem und neuen Neon, vor allem aber zeigt sie Gesichter der Zufriedenheit.

Alltag für einen kurzen Moment verloren, Lächeln, Lachen, Liebe...

Mittwoch

Durchgebrannt- sie liebt mich nicht





"Es war nur ein kurzer Augenblick.
Einen Moment war ich nicht da
.
Danach ging ich einen kleinen Schritt
.
Und dann wurde es mir klar
.“

…singt Xavier Naidoo- und ich muss schwer schlucken, weil ich ahne was jetzt kommen wird.
Aschfahl, mit roten Zornesflecken geschmückt, Zähne knirschend, fluchend.
Ich denke an Michael Douglas, Amok laufend in „Falling Down“- ich bin emotional kurz davor.
Sie ist durchgebrannt.
Einfach so.
Aus. Ende. Vorbei.
Sie liebt mich nicht.
Die Technik. Meine in die Jahre gekommene Geschirrspülerin- sie war immer da und erst jetzt kann ich sie schätzen. Wehmütig, leise singend…
„Dieser Weg wird kein leichter sein.
Dieser Weg wird steinig und schwer.
Nicht mit vielen wirst du dir einig sein.
Doch dieser Leben bietet so viel mehr.“
Du hast mir meinen Tag versaut, aber ich werde immer an Dich denken.
Wie auch immer…ich krempele meine Ärmel hoch, denn…
Das bisschen Haushalt macht sich von allein, sagt mein Mann.“ (Johanna von Koczian, 1977)


 

Dienstag

The heat is on- Sommer, ich liebe Dich!

Endlich haben wir ihn hier, den Sommer. Lang erwartet und herbei gesehnt.Die Temperaturen schnellen in die Höhe, nachts gießt Petrus Blumen, Bäume und Wiesen, Fenster weit geöffnet, wartend auf einen kühlen Luftzug.Doch um mich rum, sie schimpfen viel. Es ist zu warm, viel zu heiß und überhaupt… es ist nicht auszuhalten. Für mich ist diese Schimpferei nicht auszuhalten. Ich will ihn haben, diesen Sommer, mit all seinem Glühen und dem ganzen Drumherum. Ich will tanken die Hitze, das helle Licht, selbst das Schwitzen stört mich nicht. Auch das Schwitzen hat durchaus Vorteile, Kalorien schmelzen im wahrsten Sinne des Wortes dahin.

Kaffee an solchen Tagen nur noch eisgekühlt, am liebsten mit Eis und Sahne. Ein wahrer Kick!


Erdbeeren, überall Erdbeeren um mich rum.

Eine ganze Schale hat verschwindend wenig Kalorien- das scheint nur kaum einer zu wissen. Meine Freunde, die an diesen Tagen Hemd gegen schmale T-Shirts tauschen, trauen sich da nicht ran, weil sie einen Bauch fürchten… Bleiben für mich also einige über!

 
Und dann wären da noch diese herrlichen Bräunungsspuren, die allerhand über ihre Träger verraten. Was die Damen obenrum mit ihren Ausschnitt-und Bikinispuren können, können die Männer auch gerne untenrum. Die sogenannte Bauarbeiterbräune war gestern. Mein Bild dazu sagt mehr als 1000 Worte!


-

"The heat is on, on the street.
Inside your head, on every beat.
And the beat's so loud, deep inside.
The pressure's high, just to stay alive,
Cause the heat is on…"


Die Song Glenn Freys hallt mir noch immer in den Ohren, dessen Text von H.Faltermeyer und K.Forsey im Jahr 1985 für ihn verfasst wurde.


"The shadows are on the darker side.
Behind those doors, it's a wilder ride.
You can make a break, you can win or lose.
That's a chance you take when the heat's on you
When the heat is on..."

Samstag

Rien ne va plus...oder die scheinbare Angst vor dem kleinen Hunger



Schon wieder ein langes Wochenende, mit einem anschließenden Feiertag. 
Ich bin kein Wochenendeinkäufer. Vielmehr genieße ich die freie Zeit und den Luxus mich treiben zu lassen, keine Gedanken verschwendend  an einen leeren oder vollen Kühlschrank.
Es ist Sommer. Für mich gibt es kaum schöneres, als nach einem Kaffee am Morgen, meinetwegen auch einem Tee, das Haus zu verlassen, schlendernd in Richtung Ahnungslosigkeit, ohne Ziel, vielleicht Freunde treffend oder Neues zu entdecken.
(Im Stillen gebe ich zu, wenn auch nur ungern, dass diese romantisierte Ansicht nicht immer aufgeht, aber dies kann jetzt ruhig überlesen werden!)
Heute trieb es mich dann doch in den Supermarkt. Mal ganz schnell Espresso kaufen- so war der Plan.
Wie an Weihnachten stapelten sich die leeren Körbe der Warenpräsentation, die Menschen schlängelten und schoben sich durch die schon leer geräuberten Regale. Eine nette Promotion-Dame bot mir Knusper Chips an- oder was auch immer das war. Ihr Äußeres ,ausgeschmückt wie an karibisch gedachten Stränden, lenkte mich jedoch ab von weiteren Genüssen. 
Der Promotion-Mann wenige Meter daneben, krallte sich an seinem Stand alkoholischer Mixgetränke fest- sein Blick wollte mir einfach nicht begegnen. Von ihm bekam ich weder einen Blick noch ein Getränk.  Tzz, war bestimmt eh nicht lecker. Nun ja.
Ich schweife ab.
Warum nur, kaufen diese vielen Menschen mit einer Hektik und Gier all diese Regale und Körbe leer, als stünde nicht ein Wochenende, sondern eine ganze Woche voller Feiertage samt geschlossener Geschäfte vor der Tür.
Ein paar Stunden noch haben die Geschäfte heute geöffnet, doch die Körbe rufen laut

„Rien ne va plus. Nichts geht mehr, Du bist zu spät."

Ob ich das jemals verstehen werde?